Himmelblaue Seifenträume

Dienstag, 15. August 2017

294_Goldstandard...


...oder "Grüße aus der Glockengasse".
Eigentlich sollte diese Seife gelb werden aber ich habe befürchtet, dass man dann das Gold nicht so gut wahrnehmen kann. 
Dunkelblau hätte gut gepasst, hab ich jetzt aber schon einige Male gemacht. Und Schwarz habe ich verworfen, als ich mein Farbdöschen mit Blau-Grün von Behawe im Schrank entdeckt habe. Das gibt einen guten Kontrast zu Gold! Dass die Seife aber an eine Verpackung von 4711 erinnern würde, daran hab ich im Traum nicht gedacht. Erst als ich ihr meinen Stempel auf ihr höchst erfreuliches Antlitz gedrückt hab, fiel mir das auf. Denn das Siegel von 4711 ist auch so oval, wie mein Stempel.


Ich habe wieder mal gekaufte Transparentseife verwendet, um meine Idee umzusetzen. Goldmica in TS eingerührt behält seinen Glanz, so konnte ich mit den zwei goldenen Schichten richtig dicke Goldadern machen. Und in der Mitte schweben kleine goldene Kugeln. Genau so wollte ich sie haben! Sie bekam noch eine zarte Verzierung mit in Öl gelöstem Mika  und etwas Glanz durch einige güldene Kügelchen  auf dem Topping.







 Sie besteht aus Kokosöl, Schmalz, Distelöl, Kakaobutter, Erdnussöl, Salz und Zucker. Beduftet hab ich sie mit Baby Cotton von Behawe und etwas Cashmere von Natures Garden.










Hier seht Ihr meine neue ovale Form, die ich zusammen mit zwei Vierecken mit restlichem Leim befüllt habe. Die ovale Seife sieht sehr elegant aus und liegt super in der Hand.








 Auch ein bisschen Blau hat sich eingeschlichen - aber das ist schon wieder eine ganz andere Seife...



                                                                          ...von der ich beim nächsten Mal berichten werde. ;o)



Himmelblaue Grüße

Astrid





Sonntag, 13. August 2017

293_Moorbirke

Gestern hat es mich wieder an die Seifentöpfe gezogen, denn meine Ideen sind noch lange nicht aufgebraucht. Wieder hat mich ein Glasbild inspiriert, nämlich das erste von diesen HIER.

Aus Transparentseife wollte ich sie allerdings nicht machen, wenigstens nicht aus gekaufter. Ein dunkler Hintergrund wäre nicht schlecht. Und dann fiel mir ein, dass ich noch Heilmoor im Kühlschrank hab, das mir die liebe Cloud aus dem Seifentreff geschenkt hat. Also habe ich mich noch mal belesen, wie sich Moor in Seife verhält.
Der Seifentreff ist dafür eine schier unerschöpfliche Informationsquelle. Ich bin so froh, dass es Euch alle gibt, Mädels! Und Jungs natürlich!
Was ich dann gelesen hab, ließ mir fast alle die Felle davonschwimmen: Moor heizt auf, dickt an und in manchen Fällen trennte sich das Öl aus dem Seifenleim. Ojemine!

Vorab hatte ich ja aus dem Leim der "Che Bella" eine Seifenplatte in Weiß-Schwarz marmoriert hergestellt, die ich in Scheiben geschnitten und für die Birkenstämme hochkant in die Blockform gestellt habe. Aus diesem Leim ist auch ein Stück grün eingefärbte Seife entstanden, welches ich in kleine Würfelchen geschnitten habe.
Das Moor war ziemlich stückelig, also habe ich es in etwas Öl verrührt und mit dem Mixstab glatt püriert. Danach kam es in die Fette, die da waren:

40 % Kokosöl,
20 % Schmalz,
30 % Olivenöl und
5 % Kakaobutter.
Das Moor hat für einen Anteil von knapp 12% gereicht.
Bissel wenig, vermutlich ist deswegen alles gut gegangen, denn nichts hat angedickt oder sich aufgeheizt.

Zuerst habe ich unbedufteten Leim in zwei viereckige Einzelformen gegossen, der Leim war dünn, wie Wasser, trotz langem Pürieren. Diese zwei Seifen sind für eine Bekannte, deren Haut keine Duftstoffe verträgt.
Zum restlichen Leim kam das PÖ Crackling Birch, was ganz gut zu einer Moorseife passt. Zumal sie ja diese Birkenstämme und Birkenblätter bekam und die Laugenflüssigkeit aus Kräutertee mit Birkenblättern, Birkenextrakt und Birkenzucker (Xylit) besteht. Für die Festigkeit kam auch noch Urmeersalz dazu.
Der Leim verteilte sich also gut zwischen den "Birkenstämmen" aber er war immer noch relativ flüssig, so, dass diese keinen Stand hatten. Also habe ich noch etwas PÖ Nevia dazugegeben und der Leim bekam endlich die richtige Konsistenz. Dann wurden die grünen Stückchen dazugegeben, es hätten etwas mehr sein können aber es ist ok. Das Topping konnte ich für die Baumkrone schön hochziehen und habe es mit den restlichen, in grünem Mica gewälzten Seifenstückchen bestreut.





 


Ok, die Stämme sind etwas zu dick, das Laub ist etwas zu karg, die Seife ist nicht so dunkel geworden, wie erhofft (dazu war es wohl zu wenig Moor) aber hey - es ist Seife und kein Ölgemälde. Ich bin zufrieden. Für ein kleines Viereck hat der restliche Leim auch noch gereicht, so dass es nun drei sind. Sie haben etwas Sodaasche angesetzt oder ist es auskristallisiertes Salz? Ich habe sie abgedampft und dadurch glänzen sie jetzt wie Vollmilchschokolade.

Da fällt mir ein, irgendwo hab ich noch eine Tafel, ich bin dann weg...



...Schoki essen!


Samstag, 12. August 2017

292_Che Bella!

Was für eine Schöne!
Zu dieser Seife hat mich ein Pin auf Pinterest animiert.  Witzigerweise war es keine Seife, sondern diese Untersetzer aus Glas, in die ich mich verliebt habe und mir dachte: das geht auch aus Seife.
Die besteht aus Kokosnußöl, Schmalz, Distelöl, Erdnußöl,  Salz und Zucker. 

Ein Drittel des Leims habe ich mit Tiox aufgehellt und mit den PÖ Black Soaps best Baby und den andickenden PÖ’s  Fleur de Tiare und Bonne Nuit beduftet.  Diesen Teil  habe ich für die untere Schicht zügig in die Form gegossen, mit etwas bronzefarbenem Mica bestäubt. Die restlichen zwei Drittel hab ich Türkis eingefärbt, mit etwas Tiox aufgehellt, damit es schön frisch wirkt und mit Soaps best Baby beduftet. Ein klasse Duft von behawe, der prima zu diesen kühlen Farben passt, finde ich.

Für die Einleger hab ich eine misslungene Seife meiner Hochzeitsseifen zerstückelt, die grünen Teilchen weggelassen und nur die weißen einige Minuten in Wasser gelegt.  Nach einigen Minuten wurden die Stückchen immer wieder etwas in den Händen gerieben, so dass die aufgeweichten keine Kanten wie Flusskiesel abrundeten. Diese Kiesel - kurz auf Küchenpapier getrocknet und in bronzefarbenem Mica gewälzt - hab ich vorsichtig in die erste türkisfarbene Leimschicht gelegt, die ich auf die weiße Schicht gegossen hatte. Wieder mit etwas Leim bedeckt, die nächsten Kiesel draufgelegt usw. Zum Schluss mit dem restlichen türkisen Leim aufgefüllt und ein Topping gemalt.



Hab sie noch am gleichen Abend geschnitten und mich sehr gefreut über das Ergebnis:



 Ein Fischlein ist auch wieder entstanden...







Ein Randstück hab ich rund-gewaschen und nass fotografiert. Sieht es nicht fast wie das Original aus Glas aus?


Und da etwas Leim übrig war, habe ich noch gleich meine neu erworbene Form gefüllt, die ich eigentlich überhaupt nicht kaufen wollte! Wirklich nicht!!! Aber wo ich sie jetzt hab, geb ich sie nimmer her!!!! ;o) 


Die Kleine ist mit meinem Lieblings-PÖ Bonne Nuit beduftet. Der Stempelversuch ist nicht der Knaller aber hier doch besser möglich als auf den Rundlingen.