Himmelblaue Seifenträume

Sonntag, 3. September 2017

295-298_Vier aus einem Topf

...- und somit alle aus einem Leim - will ich Euch hier vorstellen. Sie bestehen aus Kokos, Schmalz, Distel, Olive und Traubenkern. Zucker, Salz und Seide kamen in die Laugenflüssigkeit.

Zuerst mein Ergebnis aus dem Mini Workshop im Seifentreff zum Thema Topfswirl. Das bedeutet, ein Swirlstäbchen darf spätestens im Seifenleimtopf verwendet werden, in der Form ist jedes Swirlen verboten. Aber gerade das macht es ja so spannend, zu sehen, welche Muster in der Seife entstehen einfach durch die Technik, wie verschiedenfarbiger Leim in den Seifentopf gegossen wird und wie das ganze dann in die Form eingefüllt wird.









Im Seifentreff sind die tollsten Muster entstanden, genial! Und mich hat der WS auf den Geschmack gebracht mal öfter wieder einen Topfswirl zu machen.
Und hier ist also meine Schwarzbunte:






 

Gefärbt hab ich sie mit Buchenholzkohle und Blueberry sowie Tiox, Frosty Roses Petal, Sunshine Yellow mit einem Krümel Lumigreen, Maigrün, Blütenorange und Almost Ice. Beduftet ist sie mit Black Soaps best Baby. Das brave PÖ ließ meinen Leim ziemlich flüssig bleiben also musste ich ganz langsam und vorsichtig gießen, damit nicht so viel verwirbelt. Auf's Anschneiden war ich extrem gespannt und hab mich dann sehr über das Ergebnis gefreut. 



Da mir diese Spitzenmatte so gut gefallen hat, kam ich nicht drumherum, sie auch zu bestellen. Die Seife sollte zart apricotfarben werden und es ist fast der Farbton, den ich erreichen wollte herausgekommen. Gefärbt ist sie mit Peaches´n, Cream und Arctic White. Mein Stempel passt nicht so gut zu diesem schönen Spitzenmuster, also hab ich die Keksstempel rausgekramt - naja, schön ist anders... Dafür duftet sie lecker nach Cashmere von NG.





Auch diese Barock-Mustermatte hab ich bei Ali gefunden und sie mit mäßigem Erfolg ausprobiert. Ich hab die ganze Matte eingepinselt und dann mit einem Tuch das überschüssige Mica Syn Copper weggewischt. Das Ergebnis ist nicht so sauber, wie ich es mir gewünscht hätte. Der Duft ist eine Mischung aus Davinia und Riceflower.




Für diese Seife, die ich so ähnlich bei Pinterest entdeckt hatte, hab ich vorher schon den weiß-blauen Einleger in einer 4-eckigen Schachtel hochkant gegossen, ihn dann in mein Rohr gestellt und mit weißem Leim aufgefüllt. Sie duftet nach Mens Secret und Lavandin.



Das war's mal wieder für heute. Es warten aber noch zwei Seifen auf ihre Vorstellung hier.


Dienstag, 15. August 2017

294_Goldstandard...


...oder "Grüße aus der Glockengasse".
Eigentlich sollte diese Seife gelb werden aber ich habe befürchtet, dass man dann das Gold nicht so gut wahrnehmen kann. 
Dunkelblau hätte gut gepasst, hab ich jetzt aber schon einige Male gemacht. Und Schwarz habe ich verworfen, als ich mein Farbdöschen mit Blau-Grün von Behawe im Schrank entdeckt habe. Das gibt einen guten Kontrast zu Gold! Dass die Seife aber an eine Verpackung von 4711 erinnern würde, daran hab ich im Traum nicht gedacht. Erst als ich ihr meinen Stempel auf ihr höchst erfreuliches Antlitz gedrückt hab, fiel mir das auf. Denn das Siegel von 4711 ist auch so oval, wie mein Stempel.


Ich habe wieder mal gekaufte Transparentseife verwendet, um meine Idee umzusetzen. Goldmica in TS eingerührt behält seinen Glanz, so konnte ich mit den zwei goldenen Schichten richtig dicke Goldadern machen. Und in der Mitte schweben kleine goldene Kugeln. Genau so wollte ich sie haben! Sie bekam noch eine zarte Verzierung mit in Öl gelöstem Mika  und etwas Glanz durch einige güldene Kügelchen  auf dem Topping.







 Sie besteht aus Kokosöl, Schmalz, Distelöl, Kakaobutter, Erdnussöl, Salz und Zucker. Beduftet hab ich sie mit Baby Cotton von Behawe und etwas Cashmere von Natures Garden.










Hier seht Ihr meine neue ovale Form, die ich zusammen mit zwei Vierecken mit restlichem Leim befüllt habe. Die ovale Seife sieht sehr elegant aus und liegt super in der Hand.








 Auch ein bisschen Blau hat sich eingeschlichen - aber das ist schon wieder eine ganz andere Seife...



                                                                          ...von der ich beim nächsten Mal berichten werde. ;o)



Himmelblaue Grüße

Astrid





Sonntag, 13. August 2017

293_Moorbirke

Gestern hat es mich wieder an die Seifentöpfe gezogen, denn meine Ideen sind noch lange nicht aufgebraucht. Wieder hat mich ein Glasbild inspiriert, nämlich das erste von diesen HIER.

Aus Transparentseife wollte ich sie allerdings nicht machen, wenigstens nicht aus gekaufter. Ein dunkler Hintergrund wäre nicht schlecht. Und dann fiel mir ein, dass ich noch Heilmoor im Kühlschrank hab, das mir die liebe Cloud aus dem Seifentreff geschenkt hat. Also habe ich mich noch mal belesen, wie sich Moor in Seife verhält.
Der Seifentreff ist dafür eine schier unerschöpfliche Informationsquelle. Ich bin so froh, dass es Euch alle gibt, Mädels! Und Jungs natürlich!
Was ich dann gelesen hab, ließ mir fast alle die Felle davonschwimmen: Moor heizt auf, dickt an und in manchen Fällen trennte sich das Öl aus dem Seifenleim. Ojemine!

Vorab hatte ich ja aus dem Leim der "Che Bella" eine Seifenplatte in Weiß-Schwarz marmoriert hergestellt, die ich in Scheiben geschnitten und für die Birkenstämme hochkant in die Blockform gestellt habe. Aus diesem Leim ist auch ein Stück grün eingefärbte Seife entstanden, welches ich in kleine Würfelchen geschnitten habe.
Das Moor war ziemlich stückelig, also habe ich es in etwas Öl verrührt und mit dem Mixstab glatt püriert. Danach kam es in die Fette, die da waren:

40 % Kokosöl,
20 % Schmalz,
30 % Olivenöl und
5 % Kakaobutter.
Das Moor hat für einen Anteil von knapp 12% gereicht.
Bissel wenig, vermutlich ist deswegen alles gut gegangen, denn nichts hat angedickt oder sich aufgeheizt.

Zuerst habe ich unbedufteten Leim in zwei viereckige Einzelformen gegossen, der Leim war dünn, wie Wasser, trotz langem Pürieren. Diese zwei Seifen sind für eine Bekannte, deren Haut keine Duftstoffe verträgt.
Zum restlichen Leim kam das PÖ Crackling Birch, was ganz gut zu einer Moorseife passt. Zumal sie ja diese Birkenstämme und Birkenblätter bekam und die Laugenflüssigkeit aus Kräutertee mit Birkenblättern, Birkenextrakt und Birkenzucker (Xylit) besteht. Für die Festigkeit kam auch noch Urmeersalz dazu.
Der Leim verteilte sich also gut zwischen den "Birkenstämmen" aber er war immer noch relativ flüssig, so, dass diese keinen Stand hatten. Also habe ich noch etwas PÖ Nevia dazugegeben und der Leim bekam endlich die richtige Konsistenz. Dann wurden die grünen Stückchen dazugegeben, es hätten etwas mehr sein können aber es ist ok. Das Topping konnte ich für die Baumkrone schön hochziehen und habe es mit den restlichen, in grünem Mica gewälzten Seifenstückchen bestreut.





 


Ok, die Stämme sind etwas zu dick, das Laub ist etwas zu karg, die Seife ist nicht so dunkel geworden, wie erhofft (dazu war es wohl zu wenig Moor) aber hey - es ist Seife und kein Ölgemälde. Ich bin zufrieden. Für ein kleines Viereck hat der restliche Leim auch noch gereicht, so dass es nun drei sind. Sie haben etwas Sodaasche angesetzt oder ist es auskristallisiertes Salz? Ich habe sie abgedampft und dadurch glänzen sie jetzt wie Vollmilchschokolade.

Da fällt mir ein, irgendwo hab ich noch eine Tafel, ich bin dann weg...



...Schoki essen!


Samstag, 12. August 2017

292_Che Bella!

Was für eine Schöne!
Zu dieser Seife hat mich ein Pin auf Pinterest animiert.  Witzigerweise war es keine Seife, sondern diese Untersetzer aus Glas, in die ich mich verliebt habe und mir dachte: das geht auch aus Seife.
Die besteht aus Kokosnußöl, Schmalz, Distelöl, Erdnußöl,  Salz und Zucker. 

Ein Drittel des Leims habe ich mit Tiox aufgehellt und mit den PÖ Black Soaps best Baby und den andickenden PÖ’s  Fleur de Tiare und Bonne Nuit beduftet.  Diesen Teil  habe ich für die untere Schicht zügig in die Form gegossen, mit etwas bronzefarbenem Mica bestäubt. Die restlichen zwei Drittel hab ich Türkis eingefärbt, mit etwas Tiox aufgehellt, damit es schön frisch wirkt und mit Soaps best Baby beduftet. Ein klasse Duft von behawe, der prima zu diesen kühlen Farben passt, finde ich.

Für die Einleger hab ich eine misslungene Seife meiner Hochzeitsseifen zerstückelt, die grünen Teilchen weggelassen und nur die weißen einige Minuten in Wasser gelegt.  Nach einigen Minuten wurden die Stückchen immer wieder etwas in den Händen gerieben, so dass die aufgeweichten keine Kanten wie Flusskiesel abrundeten. Diese Kiesel - kurz auf Küchenpapier getrocknet und in bronzefarbenem Mica gewälzt - hab ich vorsichtig in die erste türkisfarbene Leimschicht gelegt, die ich auf die weiße Schicht gegossen hatte. Wieder mit etwas Leim bedeckt, die nächsten Kiesel draufgelegt usw. Zum Schluss mit dem restlichen türkisen Leim aufgefüllt und ein Topping gemalt.



Hab sie noch am gleichen Abend geschnitten und mich sehr gefreut über das Ergebnis:



 Ein Fischlein ist auch wieder entstanden...







Ein Randstück hab ich rund-gewaschen und nass fotografiert. Sieht es nicht fast wie das Original aus Glas aus?


Und da etwas Leim übrig war, habe ich noch gleich meine neu erworbene Form gefüllt, die ich eigentlich überhaupt nicht kaufen wollte! Wirklich nicht!!! Aber wo ich sie jetzt hab, geb ich sie nimmer her!!!! ;o) 


Die Kleine ist mit meinem Lieblings-PÖ Bonne Nuit beduftet. Der Stempelversuch ist nicht der Knaller aber hier doch besser möglich als auf den Rundlingen.


Freitag, 11. August 2017

291_Reismilchseife

Bereits vor meinem Urlaub habe ich diese Seife gemacht, geplant war sie schon lange. Sie sollte eigentlich eine reine Reisölseife werden aber meine Reiskeimölflasche war nur noch zu 1/3  gefüllt, das heißt, ich musste weitere Fette einsetzen, wenn ich den Pfundskerl voll kriegen wollte. Sie besteht aus 45% Kokosöl, 42% Reiskeimöl und 13% Kakaobutter. Die Laugenflüssigkeit war eingefrorene Reismilch und in die Fette kamen 2 EL fein gemahlenes Reismehl. Beduftet ist sie mit PÖ Riceflower, was sehr, sehr lecker duftet!

  

 Auch wenn sie optisch nichts Besonderes ist, sie hat einen feinen, 
schmusigen Schaum und hinterlässt ein schönes Hautgefühl - ich mag sie! 



Aus dem Restleim ist dieser kleine Fisch in einer selbst 
gemachten Silikonform entstanden
.


Dazu habe ich diesen Glasfisch in Silikon abgeformt. Mit den 
Seifenfischchen werde ich demnächst eine Seife verzieren.



Ich wünsche Euch einen schönen Abend

Samstag, 29. Juli 2017

290_Hochzeitstorte

Vor Kurzem bat mich eine liebe Freundin um einen Gefallen, eine Bekannte heiratet und als Geschenk soll es eine Seifentorte geben. Duftend nach Lavendel und farblich blau-weiß mit Rosen.
Natürlich hat mich gleich der Ehrgeiz gepackt, denn ich wollte ja endlich mal eine Whipped machen. Der Boden war überhaupt kein Problem, er enthält Distelöl, Kokosöl, Schmalz, Palmkernöl, Olivenöl und Kakaobutter und hat einen lila-blau-weißen Topfswirl. Nur bei der Whipped hat es gehapert, sie besteht aus Kokos, Schmalz, Fettstange (Kokos- und Palmfett), Distelöl und Rizinusöl. Die Fette ließen sich prima aufschlagen und es gab eine schön weiße, sahnige Creme:

Sobald ich aber die Lauge ganz vorsichtig und in kleinen Schlückchen unter weiterem Schlagen dazu gab, wurde das ganze immer flüssiger. Fazit: Das muss noch mal geübt werden!




Ein paar kleine Tuffs ließen sich zwar spritzen und die hielten auch. Aber den Rand damit zu verzieren ist mir nicht gelungen, die Tuffs liefen seitlich herunter und so sah es unmöglich aus!
Also habe ich versucht mit einem Zickzack-Schaber noch etwas zu retten - naja, es geht auch hübscher. Hoffe ich!

Trotzdem bin ich ganz zufrieden mit den schönen Farben und den Röschen, die ich mit einer selbst gemachten Silikonform gemacht habe. 
Ich hoffe, den Beschenkten gefällt sie auch ein bisschen. 





Samstag, 8. Juli 2017

285-288_Spitzen, Tropf-Versuche und ein paar Kleinigkeiten

Hallo Ihr Lieben,
wie doch die Zeit vergeht...
Am 25.06.17 entstand mit der letzten Charge der "Roundabout's" noch eine feine Seife, die ich mir in der Machart bei Tina abgeguckt habe. Danke für diese tolle Vorlage meine Liebe!
Das Rezept habe ich ganz einfach gehalten, sie besteht aus Kokosöl, Schmalz und Distelöl und sie duftet nach Herbs Ex und Mimosa.

285 Spitzen












 286 Sommerregen

Die Tröpfchenmethode habe ich mir als nächstes Seifenmuster vorgenommen. Dabei habe ich mich an das geniale Tut von Fräulein Winter gehalten. Danke dafür!!!
Es ist mir leider nicht auf Anhieb gelungen, den Trichter mit dem bunten Seifenleim unten mit dem Finger zu versperren, den Trichter dabei in der schmalen Form mit dem Seifenleim zu versenken, den Trichter zu öffnen und dann ruhig durch den Leim zu ziehen... Oh je, ich ahnte Schlimmes! Auch das Topping war ziemlich bunt geraten aber da ich mit PÖ Butterfly Flower beduftet habe, passen die bunten Farben ganz gut zu einer Sommerseife finde ich. Und wenigstens der grüne Tropfen sieht doch schon ganz gut aus, oder? Sie enthält Kokosöl, Schmalz, Distel- und Erdnussöl, Kakaobutter, Zucker und Salz.








287 Blauregen

Nun wollte ich die Tröpfchen mit einer Pipette in die Seife drücken. Also Pipette mit buntem Leim aufziehen, in den Grundleim tauchen und durch die Länge der Form ziehen, während der bunte Leim herausgedrückt wird.
So sind viele kleinere Tröpfchen entstanden aber zufrieden bin ich noch nicht wirklich...
Sie duftet übrigens nach Stormy Nights und Butterfly Flower - herrlich!!!
Ihr Inhalt: Kokosöl, Distelöl, Schmalz, Erdnussöl, Zucker und Salz.





288 Goldtröpfchen


Der dritte Tropfversuch erfolgte diesmal wieder mit einem Trichter und inzwischen geübterem Handling. Komischerweise sind nur auf 2 Stücken Tröpfen zu sehen, wo bitte ist der Rest abgeblieben???
Da werde ich wohl noch etwas üben müssen aber erst mal leg ich eine Tropfenpause ein.
Diese Seife habe ich mit Blueberry, Sage Gold und Goldmica gefärbt und mit Stormy Nights beduftet. Sie enthält Kokosöl, Schmalz, Distelöl, Salz und Zucker.





288 Aphrodite-Die Schaumgeborene



Inspiriert durch eine wunderschöne Seife im Seifentreff, wollte ich unbedingt auch mal goldene Aufleger machen. Und da ich schon fleißig Restleim in kleine Formen gegossen hatte, fiel die Wahl auf diese Muscheln, die ich mir auf türkisblauer Seife gut vorstellen konnte. Der Leim ist derselbe wie Nr. 287 und sie duftet nach dem PÖ Aphrodite.







Und da auch hier wieder ein bisschen Restleim anfiel, habe ich diese Einzelformen gemacht und etwas mit Gold und Silber bestäubt.




 
 

Ich wünsche allen ein schönes Wochenende!

Himmelblaue Grüße 

Astrid